Katalog 20. Marburger Taubenschau

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Taubenzucht

 

   Zur erfolgreichen Rassetaubenzucht muss man Begeisterung mitbringen, die manch einen wie eine Leidenschaft packt.

   Dies ist für viele Taubenzüchter ein wohltuendes Gefühl, das Außenstehende niemals verstehen, ja sogar belächeln oder verurteilen.

   Hier schöpft der Taubenzüchter immer wieder neue Kraft vom allgegenwärtigen Stress des Alltags.

   Wer aber Rassetauben züchten will, um Geld damit zu verdienen, lasse die Finger davon. Es gibt in Deutschland keinen Taubenzüchter, den sie zum reichen Mann werden ließen.

    Man muss eingehend prüfen, welche Rasse man besonders liebt und welche Rasse in die zur Verfügung stehenden Verhältnisse passt.

   Wer dauernd die Rasse wechselt, bleibt ein Stümper.

   Anfänger werden immer Lehrgeld zahlen. Das blieb bisher keinem erspart.

  Für die rassischen Anforderungen, denen die beiden Partner genügen müssen, gibt es kaum allgemeine Regeln. Grundsätzlich gilt, dass nicht beiden die selben Fehler anhaften dürfen.

   Die Fehler des einen müssen durch Güte des anderen ausgeglichen werden, aber nicht so, dass die Merkmale nun übertrieben betont auftreten, sondern dass sie als sehr gut bezeichnet werden können.

   Für jede Rasse gibt es besondere Grundsätze bei der Paarung. Nicht selten gehören sie zu den Geheimnissen, die der Züchter für sich behält.

   Ist die Verpaarung vorgenommen worden liegt nach ca. 8 bis 10 Tagen das erste Ei im Nest, das nachmittags zwischen ca. 16 und 18 Uhr gelegt wird.

   Das zweite Ei wird am übernächsten Tag in der Zeit von ca. 11 bis 17 Uhr gelegt, wonach die Brut beginnt. Die Brutdauer beträgt 17 Tage.

   Der Täuber brütet von ungefähr 10 bis 17 Uhr, die Täubin während des übrigen Tages und der Nacht.

 

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Stand: 15. Januar 2012