Katalog 20. Marburger Taubenschau

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Schauvorbereitung

 

Die Ausstellungen sind für die Tauben Strapazen, sie fallen aber in die Zeit der Zuchtruhe. Gesunde Tiere überstehen sie, wenn nicht besonders ungünstige Umstände eintreten, ohne Schaden.

   Wer aber seine Tiere von einer Schau zur anderen bringt, darf sich nicht wundern, wenn sie in der Zucht versagen. Einsichtige Züchter geben Ihren Tauben nach der Ausstellung genügend Zeit zur Erholung, bzw. stellen sie in einer Schauperiode nur ein-, höchstens zweimal aus.

   Oder wer glaubt, die Tauben nur aus dem Schlag nehmen zu müssen, einzukorben und fortzuschicken, der irrt. Man muss sie auf diese Schönheitskonkurrenz gut vorbereiten.

   Nicht  immer ist hier das Können des Züchters allein entscheidend, es gehört auch mitunter etwas Glück dazu. Bei vielen Enttäuschungen liegt die Ursache aber nicht beim Tier, sondern beim Züchter.

   Den meisten Tauben fehlt es an Dressur, womit man erstaunliches erreichen kann.

   Wer annimmt das A und O der Taubenzucht liege hauptsächlich in den Ausstellungserfolgen, der irrt.

  Gesundheits- und auch entwicklungsmäßig dürfen die Tauben keinerlei Mängel aufweisen, wenn sie sich mit Erfolg an der Schönheitskonkurrenz beteiligen wollen, die eine Schau letzten Endes darstellt.

   Bei den Farbentauben gehört das „Putzen“ zur höheren Kunst und ist zwingend erforderlich, damit niemand sieht wo kleine einzelne, andersfarbige Federn waren. Das Putzen von Schwung- oder Schwanzfedern ist aber nicht erlaubt.

   Unter den Farbentaubenzüchtern gibt es Könner, die eine Taube so herrichten, dass man sie hinterher kaum wiedererkennt.

   Wer einer Rasse jahrzehntelang die Treue hielt, kennt die besten Mittel und Wege zur erfolgreichen Taubenzucht. Darin liegt, neben züchterischem Können, der Dauererfolg solcher Zuchten begründet.

 

 

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Stand: 15. Januar 2012