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Aufzucht + Fütterung • Sind die Täubchen geschlüpft beginnt das Füttern mit Kropfbrei durch beide Elternteile. • Ab dem 6. bis 7. Tag nach dem Schlupf beginnen die Eltern bereits, im Kropf aufgeweichte Körner unter den Futterbrei zu mischen. Ab dem 10. Tag erhalten die Jungen nur noch Körner von den Alttieren. • Sobald die Jungen flügge sind, gebrauchen sie in zunehmendem Maße ihre Flügel. Nun nehmen wir sie in den Jungtierschlag, beobachten aber, ob sie auch genügend Futter und vor allem Wasser aufnehmen. • Haben sie das Fressen und vor allem das Trinken gelernt, dann braucht der Züchter nur noch dafür zu sorgen, dass ihnen saubere, gute verschiedene Futtermittel und auch immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. • Jedoch ist Roggen als Taubenfutter ungeeignet. Er verursacht Durchfälle, die sogar bei frischem, ungelagertem Roggen, zu Todesfällen führen. •Ein guter Taubenstein sollte den Tauben zur Verfügung stehen, denn dieser enthält alle wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente im richtigen Verhältnis. Grit und gute Komposterde werden den Tauben regelmäßig angeboten. • Holzkohle ist ein Mittel gegen Durchfall. Sie bindet Bakterien und befördert sie mit der Ausscheidung aus dem Körper. Leider nimmt sie nicht nur die schädlichen, sondern auch die nützlichen Bakterien mit. Deshalb stellt man diese nur bei Bedarf zur Verfügung. • Tauben fressen auch recht gern Grünzeug, wie Vogelmiere, Salat, Grünkohl, Löwenzahn, Brennesel und sonstiges. • Man füttert vorzugsweise zweimal am Tage, und zwar morgens und abends. Sie bekommen gerade soviel, wie sie auffressen. • Frisches sauberes Wasser muss immer zur Verfügung stehen.
Keimfutter ist die ideale natürliche Ergänzung zu einer trockenen Körnermischung. Gekeimte Körner entsprechen am besten der Natur. Keimfutter beschleunigt das Wachstum der jungen und ist gleichzeitig eine Immunstimulanz. Keimfutter ist aber nicht nur während der Aufzucht hilfreich. Wer Zeit hat und sich die Mühe machen will, sollte es vom Frühling bis zum Herbst, also bis zum Abschluss der Mauser zu füttern; etwa ein Drittel der täglichen Futterration sollte es ausmachen. Auch beim Keimfutter orientieren wir uns an der Natur. Vom Frühjahr bis zum Herbst überwiegen im Freien gequollene oder gekeimte Samen, vor allem aber im Frühling. Viele Pflanzen bilden über Monate kontinuierlich Samen und Früchte, die oft schon nach wenigen Tagen oder Wochen keimen und den Wildvögeln während des ganzen Sommers zur Verfügung stehen. Bis zum Herbst und Abschluss der Mauser stellen sie einen wichtigen Anteil des Futters. Sie sind das Hauptfutter der wild lebenden Tauben. Damit vor allem ziehen sie ihre jungen groß, vom tierischen Anteil am Futter einmal abgesehen. Schon ab März reifen auch die ersten Samen, die von den Tauben milchreif gefressen werden. In diesem Zustand sind sie noch sehr zuckerhaltig. Der Zucker ist noch nicht in Stärke umgewandelt und deshalb sehr leichtverdaulich. Diese milchreifen Samen stellen eine weitere Hauptkomponente in der Ernährung der Vögel dar. Wer milchreife Samenstände - zum Beispiel von Gräsern und Sauerampfer - zur Verfügung hat, sollte sie den Tauben anbieten.
Es gibt aber auch eine große Anzahl Pflanzen, deren Samen in trockenem Zustand bis zum Frühling des kommenden Jahres auf dem Boden ausharren. Sie stehen den Wildvögeln im Winter zur Verfügung. Selbst große Eicheln werden von den Tauben nicht verschmäht. Fettreserven können sie damit nicht aufbauen; entsprechend verlieren sie bis zum Beginn des Frühlings an Gewicht. Im Schlag sollte es genauso sein.
Keimanleitung Mit einem künstlichen Frühling erwecken wir die Körner aus ihrem Ruhestadium. Und mit diesen gekeimten Körnern imitieren wir den Frühling für die Tauben. So wird's gemacht: Legen Sie die Körner ca. 5 Stunden in klares Wasser. Geben Sie auf 3 Liter Wasser einen Teelöffel 10%igen Apfelessig. Nach dieser Zeit das Wasser abschütten, die Körner unter fließendem Wasser abwaschen und in ein Sieb geben. Das Wasser, in dem die Samen aufgequollen sind, muss unbedingt weggeschüttet werden, denn darin haben sich Keimhemmstoffe der verschiedenen Samen konzentriert. Die Körner würden sich sonst selbst und auch gegenseitig in der weiteren Keimung behindern. Die Samen müssen nun dunkel stehen, aber gut belüftet, zum Beispiel in einem (mit einem Tuch) abgedeckten Sieb, das in einen Topf oder Eimer gehängt wird. Nach 24 Stunden werden die Samen nochmals abgewaschen und etwas aufgeschüttelt. Nach weiteren 12 Stunden ist das Keimfutter fertig. Die Keime sollten weiß sein. Das Futter darf nicht muffig riechen. Der Geschmack von Keimfutter muss angenehm frisch und würzig sein. Keimfutter muss immer frisch angesetzt werden, am besten täglich.
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